Hospitalfonds Bacharach

Zweckverband für die Verwaltung des Hospitalfonds Bacharach
Verbandsvorsteher Karl-Heinz Schleis

Sprechstunden:
Dienstag von 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Mittwoch von 11.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Donnerstag von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Das Büro ist montags, dienstags und mittwochs von 10.00 bis 12.00 Uhr geöffnet.

Verbandsmitglieder sind die nachfolgenden Gemeinden, vertreten durch:

für die Stadt Bacharach
- Stadtbürgermeister Karl-Heinz Schleis
- Ratsmitglied Dirk Henrik Jürgens
- Ratsmitglied Marianne Kraus
- Ratsmitglied Peter Schlögl

für die Ortsgemeinde Breitscheid
- Ortsbürgermeister Werner Klumb

für die Ortsgemeinde Manubach
- Ortsbürgermeister Karl-Richard Mades
- Beigeordneter Günter Seckler

für die Ortsgemeinde Oberdiebach
- Ortsbürgermeister Bernhard Laudert
- Beigeordneter Dr. Walter Stelter

Erläuterung:
(Quelle: www.regionalgeschichte.net von Dagmar Aversano-Schreiber unter Verweis auf weitere Quellen)

Der heutige Zweckverband für die Verwaltung des Hospitalfonds Bacharach hat sich aus dem im Jahre 1288 von Pfalzgraf Ludwig II. gestifteten Heilig-Geist-Hospital entwickelt.

Dieser hatte als Sühneleistung für den Mord an seiner Ehefrau, Maria von Brabant, dem Orden der Wilhelmiten ein Gelände vor den Toren Bacharachs überlassen, wo angeblich der Leichnam des Knaben Werner gefunden worden war und auf welchem sie nun ihr Kloster bauen konnten. Besonders im 13. und 14. Jahrhundert hatten sich die Wilhelmiten auf den Unterhalt von Hospitälern spezialisiert und kümmerten sie sich u.a. um die Insassen des Bacharacher Hospitals.

Der Spitalbezirk wurde durch den Münzbach im Norden, die untere Straße (heute Langstraße) im Osten und durch die Oberstraße im Westen begrenzt. Ob die Münze, die erstmals 1365 erwähnt wird, auf ehemaligem Spitalgebiet erbaut wurde oder die Grenze ursprünglich weiter östlich lag, kann nicht mehr mit Bestimmtheit festgestellt werden. Die Südgrenze lag im Bereich der Fleischstraße. Heute sind nur noch wenige Mauern und ein Teil der Kapelle erhalten.

Auch in der Beschreibung des Oberamtes Bacharach von 1669 wird das Spital benannt:
Das Spital besaß einen Kirchhof, eine reichliche Anzahl von Gütern und einige Gebäude mit einem „Kirchlein oder Capellen zum Hl. Geist genand.“
Etwas ausführlicher zitiert Susanne Schlösser vom „Verein für die Geschichte der Stadt Bacharach und der Viertäler e.V.“: „In der Statt hat es auch ein Hospital, vor Arme und Kranke, darzu einig Gebau mit einem Kirchlein oder Capellen zum Hl. Geist genand, so vor alters von vermögenden Leuten gestiftet, und vor diesem darin gewisse Praebender gehabt, die sich hierin gepfründet. Dessen Provisores und Verwalter seind der Rath der Niedern Thäler Bacharach und Steegh. Und hat das Oberampt die Oberaufsicht, inmaßen jährlich durch Abwechslung einer aus den dreyen Rathspersonen zu Bacharach:/ deme einer aus Steegh mit zugeordnet wird:/ der Hausmeister, welcher die Gefäll und Ausspendung verrechnet. Die Behausung wird durch einen Hofmann be-wohnt, so den Namen eines Hospital Meisters hat, den der Rath dahinein verordnet. Und selbigen zu Handhabung darzu gehöriger Güter, und allerhand Hospitals Verrichtungen gebrauchet, und ihm ein gewisses an Gelt, Korn und Wein zur Besoldung gereicht wird. Dieses Hospital hat sein zugehörige Korn, Wein und Geltgefälle. Werden aus dessen Mitteln, sowohl Hausmeister als ein-wohnende logirende theils barschaffte Arme und kranke Passanten und Einheimische mit möglicher Steur an Brod und Wein, auch sonsten ein und anderer Verpflegung versehen.“

An der Verwaltungsspitze stand der Rat der niederen Täler Bacharach und Steeg und später das Oberamt Bacharach. Ihre Hauptaufgabe lag in der Besitz- und Vermögensverwaltung des Hospitals, der Führung der Rechnungsbücher, Beurkundungen, Vergabe von Spitalgütern in Erbbestand und alles rund um den Besitz.

Aus diesem Vermögen entwickelte sich im Laufe des 19. Jh. ein Hospitalfonds, dessen Verwaltung in der aktuellen Rechtsform durch einen Zweckverband erfolgt.


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