Geschichtliche Entwicklung
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Am 08.11.1970 wurde die erste Verbandsgemeinde im neuen Landkreis Mainz-Bingen mit dem Sitz in Bingen-Bingerbrück gebildet. In der neuen Verwaltungseinheit, damals noch unter dem Namen "Bingen-Land", wurden die seitherige Amtsverwaltung Bacharach, ein Teil der vorherigen Amtsverwaltung Bingerbrück und die bisher verbandsfreie Stadt Bacharach zusammengefasst. 

Diese kommunale Einheit hat eine Fläche von 11.478 ha und zählt zur Zeit rund 16.000 Einwohner in 10 Gemeinden.

In der Verbandsgemeinde deuten zahlreiche archäologische Funde auf früheste Besiedlung hin. Erste größere Völkergruppen waren die Kelten. Ihnen folgten Germanenstämme nach, die dann der Römerherrschaft weichen mussten. Im 7. und 8. Jahrhundert bildeten sich fränkische Siedlungen. Zunächst war das ganze Gebiet Reichsgut, bis es im Laufe der Zeit durch Verkauf, Schenkungen und Lehen an Adel und Kirchen gelangte. Die im Südteil der Verbandsgemeinde gelegenen Orte wurden Besitz von Klöstern, Abteien und Kirchen in Aachen und Mainz und später Kurmainzer und Kurpfälzer Gebiet. Der Raum um Bacharach mit dem Viertälergebiet kam über das Erzstift Köln im Hause Wittelsbach und zur Kurpfalz. Die unterschiedlichen Herrschaftsbereiche - Kurpfalz und Kurmainz - wirkten sich nach der Reformation auf die Glaubensbekenntnisse aus.


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Noch unter der kurpfälzischen Herrschaft wurden als Vorläufer der heutigen Gemeindeverbände Ämterorganisationen (Viertälergebiet, Oberamt Bacharach) gebildet, während die Franzosen das aus den Bürgermeistereien Bacharach, Niederheimbach und Waldalgesheim bestehende Gebiet erstmals vereinigten und dem Arrondissement Simmern zuschlugen. 1815 ging er nach dem Wiener Kongreß an Preußen. Die unteren Verwaltungseinheiten blieben jedoch erhalten, die Bürgermeistereien Bacharach-Stadt, Bacharach-Land und Niederheimbach kamen zum Landkreis St.Goar, die Bürgermeisterei Waldalgesheim zum Landkreis Bad Kreuznach. 1928 schlossen sich die Gemeinden Münster und Sarmsheim zusammen. 1938 wurden die Ämter Bacharach-Stadt und Bacharach-Land mit Niederheimbach zum Amt Bacharach vereinigt. Die Verwaltungsreform von 1969/1970 brachte dann die Zusammenfassung der Gebiete in der Verbandsgemeinde Bingen-Land. Die Namensbezeichnung der Verbandsgemeinde wurde zum 01.11.1986 in "Rhein-Nahe" umbenannt. Der größte Teil des Verbandsgemeindegebietes besteht aus Wald-, Wiesen- und Weinbergsflächen. Früher war der Wald das finanzielle Rückgrat der Gemeinden. Der Wert des Waldes liegt jetzt insbesondere in der Ökologie und der Erholung.

Aufgrund der Topographie innerhalb der Verbandsgemeinde sind kaum Möglichkeiten zur Ansiedlung größerer Betriebe des Gewerbes gegeben. Deshalb kommt der Förderung des Fremdenverkehrs unter Einbeziehung der ausgedehnten Waldgebiete, der romantischen Weindörfer und der Burgen am Mittelrhein eine besondere vorrangige Bedeutung zu. Als einzige Verbandsgemeinde im Landkreis Mainz-Bingen gehört Rhein-Nahe zu zwei Weinanbaugebieten, nämlich der "Nahe" und dem "Mittelrhein".

Das Obere Mittelrheintal wurde von der UNESCO im Juni 2002 zum Weltkulturerbe erklärt. Wir befinden uns hier in einer der schönsten Gegenden Deutschlands. Unsere mittelalterliche Stadt Bacharach und unsere Dörfer bestimmen mit ihren erhaltenen Fachwerken, Mauern, Kirchen und Türmen bis heute das Bild vom "romantischen Rhein". Die Spuren des Mittelalters sind unmittelbar vor unserer Haustür greifbar.

Der Wein, die von Gegensätzen geprägte und dennoch einzigartige Landschaft, bedeutsame Baudenkmäler, die historische Vergangenheit und die frohe Lebensart bieten die besten Voraussetzungen dafür, dass sich Bürgerinnnen und Bürger sowie Gäste hier bei uns wohl fühlen. 

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