Wappenbeschreibung der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe
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Das Wappen der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe vereinigt die geschichtliche Vergangenheit des Verbandsgemeindegebietes mit der Gegenwart. Die beiden Territorialherren Kurmainz und Kurpfalz teilten sich vor der französischen Revolution das Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde Rhein-Nahe; daran erinnern das Mainzer Rad und der kurpfälzische Löwe. Auf der als Binger Loch bekannten Felsbarriere bei Bingerbrück errichtete das Erzstift Mainz einen Zoll- oder Mautturm. Dieser ist durch Sagen als Mäuseturm weit über den Rhein-Nahe-Raum nicht nur in den Schifffahrtskreisen bekannt. Der rote Turm im Wappen ist diesem "Mäuse"-Turm nachempfunden und war - in verwechselten Tinkturen - bereits im Wappen des im 19. Jahrhunderts entstandenen, als Bahnknotenpunkt rasch aufblühenden, heute in die Stadt Bingen eingemeindeten Ortes Bingerbrück, dem Sitz der Verbandsgemeinde, enthalten; auf die Felsbarriere soll der schwarze Dreiberg hinweisen. Neben der Eisenbahn ist es vor allem die Schifffahrt, die im letzten Jahrhundert das Gesicht zumindest der Rheinorte der Verbandsgemeinde geprägt hat; es schien deshalb sinnvoll, als Zeichen hierfür wie überhaupt für den wirtschaftlichen Aufschwung seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert einen Anker ins Wappen aufzunehmen. Dessen Farben schwarz in silber erinnern daran, dass das Gebiet der Verbandsgemeinde vor 1945 zur preußischen Rheinprovinz gehörte. Die Farben des Schildbords verweisen auf die mittelalterliche kirchliche Zugehörigkeit zum Mainzer Erzbischof, der zugleich der bedeutendste Territorialherr war.

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