2. Ehrenamtstag der Verbandsgemeinde 2024

Das Ehrenamt ist ein sehr wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft. Viele Bürgerinnen und Bürger unserer Verbandsgemeinde engagieren sich ehrenamtlich sehr aktiv in den einzelnen Gemeinden. Mit einem Ehrenamtstag können wir für das besondere Engagement der Bürgerinnen und Bürger einfach mal DANKE gesagt.
Im September 2018 fand die Premiere statt, damals quasi auch als Auftaktveranstaltung eines der verschiedenen Workshops des Kommunalen Entwicklungsmanagements heraus. Der erste Ehrenamtstag der VG Rhein-Nahe in Weiler war ein riesiger Erfolg. Der Entschluss war klar: Im zweijährigen Rhythmus sollten solche Veranstaltungen folgen. Allerdings hatte damals niemand die Rechnung mit Corona machen können. Entsprechend dauerte es sechs Jahre, bis Veranstaltung Nummer zwei folgen konnte.
Diesmal nicht in der Weilerer Rhein-Nahe-Halle, sondern im Münster-Sarmsheimer Gemeinde- und Kulturzentrum.
Sich wiederfinden, sich unterhalten und den Austausch suchen, sich informieren, Kontakte knüpfen und gesellig miteinander ins Gespräch kommen und zur Musik der Rhein-Nahe-Big Band bei für die Bürger kostenlosem Essen und allerlei Getränken miteinander feiern. Dazu diejenigen hochleben lassen, die sich über Jahre hinweg in ganz besonderem Maße und uneigennützig für die Vereine und damit insgesamt auch für die Gebietskörperschaft eingesetzt haben. Das Feedback suchen, das war für die Verantwortlichen in der Verwaltung um deren Chef Benedikt Seemann und die Mitarbeiter in den markanten blauen T-Shirts besonders wichtig.
Mehr als 40 Prozent der Bevölkerung sei ehrenamtlich tätig, erklärte Münster-Sarmsheims Ortschef Jürgen Dietz nach einem Blick in die Statistik. Für ihn keine Frage: „Diese Menschen sind das Rückgrat der Gesellschaft!“ Allein die Heimatfreunde und der Rentnerring in seiner Gemeinde kommen auf mehr als 1.800 Arbeitsstunden pro Jahr. Bei einer Vergabe an Unternehmen könnten die Arbeiten nicht durchgeführt werden, sie würden schlichtweg den Haushalt sprengen.
Landrätin Dorothea Schäfer blickte noch einen Schritt weiter. Auch all diejenigen, die in der Gemeinde kommunalpolitisch Verantwortung übernehmen, seien zu loben, hob sie hervor. „Wir brauchen all unsere Bürgermeister.“ Ein klares Statement, denn auch in der VG sind aktuell nach den Kommunalwahlen und den vorherigen Erklärungen der bisher amtierenden Ortschefs noch zwei Gemeinden ohne Ortsbürgermeister, Oberheimbach und Oberdiebach. Entsprechend wichtig sei es, so Schäfer, Veranstaltungen wie diesen Ehrenamtstag durchzuführen. Der Zuspruch von mehreren hundert Bürgern allein stimmte dem zu. Umso mehr, als es alles andere als selbstverständlich ist, dass sich Menschen im Ehrenamt für die Allgemeinheit und die nächsten Nachbarn engagieren.
Das Zusammenleben ist es, das die Verbandsgemeinde ausgemacht und verstärkt durch das KEM zusätzlich hochleben lassen hat. Die Verbindungen zwischen den Menschen der zehn Gemeinden wurden damit auf eine neue Ebene gehoben, neue Gemeinsamkeiten wurden festgestellt. Und das auch dadurch, dass einige Mitbürger in den vergangenen Jahren initiativ wurden, dabei teilweise neue Ideen ergriffen und diese umsetzten. Einige Bemühungen haben solche Akzente gesetzt, die längst deutschlandweit Beachtung gefunden und entsprechend auch in den Medien Präsenz gefunden haben. Neben ihnen sind es aber auch die kleinen, ganz persönlichen Lebensgeschichten zugunsten der Gemeinschaft, die an diesem zweiten Ehrenamtstag Beachtung fanden und gewürdigt wurden. Dabei konnten längst nicht alle Vorschläge bedacht werden, auch die höchste Ehrungsstufe drei wurde diesmal nicht ausgesprochen.
Der Tag des Ehrenamtes soll auf jeden Fall zu einer festen Einrichtung in der Verbandsgemeinde werden, damit wir regelmäßig unseren Bürgerinnen und Bürgern für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement danken und sie ehren können.
Ehrungen der VG Rhein-Nahe 2024
Stufe eins:
Lutz Robra, TC Weiler, Ideengeber, Initiator und Macher des größten nationalen Damen-Tennisturniers in Deutschland
Ruth Lötzbeyer-Schmitt (Münster-Sarmsheim) und Heike Lötzbeyer-Huhn (Genheim), Unterstützerinnen und Organisatorinnen von Hilfstransporten in die Ukraine
Eugen Pushchyk (Münster-Sarmsheim), Organisator von Ukraine-Hilfstransporten, Mitbegründer des Vereins „Otranta helps“
Horst Rick (Trechtingshausen), aktiver Feuerwehrmann, Chef IG Dorfleben und ehrenamtlicher Unterstützer der Gemeinde
Michaela Spira (Münster-Sarmsheim), Bindeglied zwischen Gemeinden und Gruppierungen, Organisatorin von Veranstaltungen im Bereich des Karnevalvereins Trechtingshausen
Oswald Straßburger (Henschhausen), langjähriger Vorsitzender der „Rentnerband“
Horst Eisenhauer (Henschhausen), Brunnenmeister, Kerbemusiker, die „gute Seele“ im Ort
Ute Straßburger (Henschhausen), Organisatorin von Seniorentreffen und Hilfe bei allen Anliegen der älteren Bevölkerung
Christel Römer (Münster-Sarmsheim), seit 35 Jahren Durchführerin von Seniorennachmittagen
Stufe zwei:
Heinz Theis (Oberheimbach), fast 70 Jahre lang Organist in Oberheimbach, 64 Jahre Leiter des Kirchenchors, aktiv bei den Heimatfreunden
Dieter Rauber (Weiler), langjähriger Schiedsmann, Helfer im Repair-Café, jahrzehntelang im WCV aktiv
Marlene Kröber (Breitscheid), jahrzehntelang bis zur Auflösung im Frühjahr 2024 Vorsitzende des Vereins Kinderhilfe Tschernobyl
